Erweiterung des Energieversorgungskonzepts für die Gartensiedlung?
Das Heizen von Bestandsgebäuden ist eine der großen Herausforderungen. Nahwärme zählt zu den effektivsten und günstigsten Möglichkeiten.
Im Norden der Firnhaberau errichtet die Siedlungsgenossenschaft (SGF) ein neues Wohngebiet. Die Planung dazu sagt:
Zur Energieversorgung soll wesentlich die Nutzung regenerativer Energiequellen (Sonne und Erdwärme) beitragen.
https://www.sgf-firnhaberau.de/gartensiedlung-firnhaberau
Nach einem ersten Gespräch mit Herrn Beyer, Vorstandsmitglied der SGF, ist es denkbar, das Konzept aus Erdwärme und Photovoltaik zu erweitern. Dann könnte auch ein Teil der nördlichen Firnhaberau über ein Nahwärmenetz angebunden werden.
Erste Überlegungen bezogen sich zunächst auf das blau eingekreiste Gebiet:

Das ist ein relativ kleiner Bereich. Hier liegen etwa 250 Wohneinheiten.
Ausbau des Energiekonzepts?
Die derzeitige Planung sieht vor, Erdwärme durch sog. oberflächennahe Kollektoren zu gewinnen. Das sind Leitungen, die in ca. 1,40 m tiefe auf unbebauten Flächen in Schlangenlinien verlegt werden.

Für die Gartensiedlung würde es ausreichen, dafür die nördlich gelegene Freifläche zu nutzen (blau umrandete Fläche in der nachfolgenden Abb.). Mit der auf den Dächern errichteten Photovoltaikanlage würde ausreichend Strom erzeugt, um die Erdwärme in Heizenergie umzuwandeln.
Erdwärme auf landwirtschaftlichen Flächen
Um auch einen Teil der nördlichen Firnhaberau zu versorgen, müssten weitere Flächen genutzt werden. Theoretisch kämen dafür die landwirtschaftlichen Flächen zwischen Hammerschmiede und Firnhaberau in Betracht (rot umrandeter Bereich).

Landwirtschaft und Erdwärmegewinnung sind parallel möglich.
Weitere Energiequellen einbinden?
Vorstellbar ist es auch, weitere Energiequellen, etwa ein Hackschnitzelkraftwerk mit einzubinden. Dass so etwas äußerst attraktiv sein kann, sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich, zeigt das Konzept der Gemeinde Langenneufnach.
Dort ist für die Preisgestaltung für Nahwärmekunden geplant:
- Einmalige Kosten für den Anschluss (0 – 15 kW): 3.900 € (Brutto)
- Leistungspreis nach Heizanschlusswert: 0 – 15 kW: 40 €/Monat
- Wärmeverbrauchspreis pro kWh: 8,95 Cent (Brutto)
- Festschreibung der Preise: 5 Jahre, danach Preisanpassung für die Verbrauchspreise zu 80% an der Preisentwicklung von Hackschnitzel, zu 20% an der Entwicklung der Strompreise.
Quelle: Seite 14 der PPT-Präsentation
Alles ist besser, als Gas und Öl!
Ich bin sicher, dass es sich lohnt, jetzt über Möglichkeiten nachzudenken, von Öl und Gas unabhängig zu werden. Wenn sich ein paar Leute engagieren und dieses Projekt angehen, können wir jetzt womöglich Synergieeffekte nutzen, die sich aus dem Projekt Gartensiedlung ergeben.

Kurze Frage, wie sieht es mit dem Rest der Firnhaberau aus?
Das ist alles noch völlig offen. Aktuell gehe ich davon aus, dass man durchaus probieren kann, ein Gebiet vom Norden bis zum Hammerschmiedweg zu erschließen, aber das ist sehr ambitioniert. Letztlich sind das aber alles Fragen, die man erst klären muss.